Kölner Klaviertrio – Presse
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Kölner Klaviertrio

Pressestimmen

Heinsberger Zeitung vom 10.1.2007

Von der Klassik zur Romantik

Am Anfang der Konzertreihe von Opus 512 steht Beethoven. Das „Kölner Klaviertrio“ entführt die Zuhörer in die leidenschaftliche Welt seiner Musik.

Wegberg-Beeck. Er war sein Leben lang ein Rebell, bereitete der Musik neue Wege und ließ sich davon auch durch ein Gehörleiden nicht abhalten – von einigen plötzlichen Wutausbrücken einmal abgesehen. Selbst 180 Jahre nach seinem Tod weiß der große Meister Beethoven mit seiner Musik Menschen in andere Sphären zu entführen und lockt in die Konzertsäle.

So auch zum Auftakt der diesjährigen konzertreihe des Kulturförderkreises Opus 512 in Beeck. „Kaum sind die Klänge von Mozart im Mozartjahr verklungen, kommt die Stunde eines ebenso großen Meisters“, wurde Beethoven zum Konzertanfang angekündigt, der bei Klassiker Mozart selbst ein paar Unterrichtsstunden genommen hatte. Das „Kölner Klaviertrio“ erweckte seine alten Noten zu neuem Leben.

Emotionaler Ausdruck

Wie versprochen zeigten sie Mut zu emotionalem Ausdruck und spielten voll gegenseitigem Vertrauen. Cellistin Joanna Sachryn, Pianist Günter Ludwig und Violinist Walter Schreiber arbeiten regelmäßig mit den besten Künstlern ihres Faches, wie das Programmheft informiert. Dass sie aber auch in der Trio-Konstellation schon seit 20 Jahren zusammenspielen, können sie kaum verbergen.

In einfühlsamem Miteinander führten sie ihre Bögen und Finger in vollendeter Virtuosität. Ihre Körper und die Musik strahlten vor Spannung und Leidenschaft. Mit einem plötzlichen, stürmisch-dramatischen Anfang entführten die Musiker schon bei den ersten Tönen des Trio D-Dur, op. 70 Nr. 1, dem nicht von Beethoven selbst so genannten „Geistertrio“, in eine leidenschaftliche Welt.

In der persönlichen Atmosphäre des Musiksaals im Dachgeschoss des Vincentiushauses wirkte ihre Musik überwältigend. Die Gesichtsausdrücke der Zuhörer, die in einem Halbkreis nah an den Künstlern saßen, veränderten sich schlagartig: Sie gingen ganz mit hinein in die Musik.

Sensibles Spiel

Kein Wunder, dass das Kölner Klaviertrio schon zum dritten mal in Wegberg aufspielte. Begeisterte Bemerkungen folgten vor der Pause dem Trio Es-Dur, der Nr. 2 des op. 70, das Beethoven wie auch Nr. 1 schon schwerhörig komponierte.

Nach dem sensiblen Zusammenspiel beim unruhig-leidenschaftlichen Auf und Ab des Trios B-Dur, op. 97 „Erzherzogtrio“ ließ das Publikum den Beifall nicht enden. Und obwohl die Musiker eigentlich vorhatten, die Zuhörer mit dem „Eindruck eines so gewaltigen Stückes“ nach Hause gehen zu lassen, entschieden sie sich schließlich für eine Zugabe.

Beethoven schlug den Bogen von der Klassik in die Romantik und für die Zuhörer in Beeck 180 Jahre nach seinem Tod auch die Brücke ins Jahr 2007. Nicht nur das Jahr, sondern auch die Konzertreihe des Opus 512 fing so gut an. (helen)

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